Workshop
Anleitungen zum Bau von Stahlvorfächer
gibt es im Netz eine Menge!
Das stimmt! Aber die meisten Bauanleitungen von Stahlvorfächern die im Netz gezeigt werden - und nicht nur im Netz, sondern auch von
"Profis" - sind zwar meistens nicht ganz falsch aber die Art der Herstellung ist einfach zu umständlich.
Einige werden jetzt sagen,
brauch ich nicht, ich weiß wie es geht!
Seht euch meine Anleitung trotzdem an, vielleicht könnt ihr diese Methode ja übernehmen.
Warum überhaupt selber bauen!?
Weil der Handel selten wirklich gut ausgestattete fertig konfektionierte
Stahlvorfächer anbietet. Die Qualität des Materials (Feinstahlseil), besonders aber die der Wirbel oder der Einhänger (Cross-Lok Snaps),
lassen sehr zu wünschen übrig.
Es gibt zwar einige Versender, überwiegend in den USA, die fertige und hochwertige Stahlvorfächer
in guter Qualität anbieten, aber diese haben dann auch ihren Preis! Der Sinn und Zweck des Selberbauens ist auch nicht Kosten zu sparen,
sondern Einfluß nehmen zu können auf die Qualität und die zur Verwendung kommenden Komponenten. Dies trifft besonders auf den verwendeten
Feinstahldraht, die verwendeten Wirbel, Einhänger (Cross-Lok Snaps), sowie auf die Größe und Qualität der Drillinge, zu.
Somit hat
man zu jeder Zeit Stahlvorfächer in der gewünschten Qualität mit den ausgewählten Komponenten zur Verfügung!
Wie links auf dem Foto zu sehen ist, benötigen wir - von links nach rechts - folgendes:
- Seitenschneider (Knipex - the best).
- Quetschhülsenzange (Gibt's im Fachhandel) Dazu komme ich im 2. Teil nochmal zurück!
- Edelstahl-Feinseil 7x7 Fäden, hier auf Großspule. (Gibt's im Netz sehr preiswert direkt vom Hersteller als Restspule).
- Oder Edelstahl-Feinseil 7x7 Fäden als Ring gewickelt. (Gibt's so im Fachhandel als Meterware).
- Quetschhülsen verschiedener Durchmesser. (Gibt's im Fachhandel).
- Quallitätswirbel (Ich verwende Spro Ball Bearing with weldet Ring - d.h. der Ring ist verschweißt).
- Qualitäts-Einhänger (Ich verwende Cross-Lok Agraffen von Berkley oder VMC aus dem Fachhandel).
Es geht los: Foto 1
Wir ziehen etwas Stahlseide - 60 bis 70cm reichen - von der Rolle oder dem Ring.
Aber bitte nicht abschneiden! Dann fädeln wir eine Quetschhülse auf die Stahlseide. Als nächstes fügen wir einen Wirbel, Cross-Lok oder
Drilling dazu.
Wichtig, nicht abschneiden!
Das machen wir erst, bevor wir uns der anderen Seite zuwenden. So
gibt es auch keine Materialverlußte oder unbrauchbare Reste!
Foto 2
Jetzt könnten wir das Stahlseil einfach vorne wieder durch die Hülse führen und hinten wieder zurück!
Wir nehmen nun eine Flachzange - oder die Quetschhülsenzange - und knicken damit am Anfang der Stahlseide ca. 8mm um.
Höchstens jedoch nur soviel, wie die Quetschhülse lang ist, sonst steht es über und wir müssen nachschneiden (kürzen)!
Hinweis:
Klemmhülsen sind in der Regel ca. 8mm bis 10mm lang.
Foto 3
Das sollte dann aussehen wie hier auf diesem Foto. Weiteres Umknicken machen wir dann mit Daumen und
Zeigefinger. So wie es auf dem nachfolgendem Foto zu sehen ist!
Ich knicke die 8mm von Anfang an ohne Zange um, geht wesentlich schneller!
Braucht nur etwas Übung!
Foto 4
Jetzt drücken wir die Knickstelle mit Daumen und Zeigefinger zusammen.
Sieht dann etwa so aus wie
auf dem Foto.
Foto 6
Jetzt nehmen wir das Stahlseil an der umgeknickten Stelle so zwischen Daumen und Zeigefinger, das
wir gleichzeitig den umgeknickten Teil an das Stahlseil drücken, damit sich dieses besser von vorne in die Quetschhülse einfädeln lässt.
Richtig, von vorne!
Siehe Pfeil auf dem Foto.
Außerdem lässt sich das Stahlseil so viel besser in die Hülse einführen und
spleißt sich vorne am Hülsenrand nicht auf.
Foto 7
Genau wie auf dem Foto links sollte es nun aussehen.
Als nächstes schieben wir das umgeknickte
Ende so weit in die Quetschhülse rein, bis man es hinten an der Hülse sehen kann, aber nicht so weit, das es raus ragt!
Der Vorteil ist,
dass wir jetzt genau wissen, dass die Stahlseide auch weit genug in der Hülse drin ist!
Foto 9
Nun halten wir die Quetschhülse zwischen Daumen und Zeigefinger.
Mit der anderen Hand ziehen wir am
langen Ende der Stahlseide um die Schlaufe (Öse) vor der Quetschhülse zu verkleinern.
























